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Das Museum
befindet sich im repräsentativen spätgoti- schen Haus
Markt 58, das der Hüttenmeister Hans Lüttich 1500 erbauen lies. Um 1520
erwarb Albrecht IV. von Mansfeld - Hinterort das Haus als Geleitshof und
als Amtssitz des Oberamtes Eisleben. Bis 1596 diente es als Witwensitz für
Albrechts Schwiegertochter Margarete, Herzogin von Braunschweig -
Lüneburg. Danach residierten hier bis 1630 die kursächsischen Oberauf-
seher für die Grafschaft Mansfeld. Seit dem 17. Jh. war das Gebäude
auch Dienst- und Wohnsitz der Pächter des Oberamtes. 1810 zog das
westfälische und 1815 das preußische Bergamt ein. 1862 wurde das heute als
Stadtschloss bezeichnete Haus von der Mansfeldschen Kupferschiefer
bauenden Gewerkschaft erworben, aus der 1921 die Mansfeld AG und nach 1945
das Mansfeld Kombinat hervorgingen. Bis zur Einstellung des Bergbaus und
der Auflösung des Unternehmens (1992) war es Verwaltungs- und häufig auch
Wohnsitz der Ober-Berg- und Hütten-Direktoren bzw.
Generaldirektoren.
Im Stadtschloss sind wesentliche
Teile des Kulturnachlasses des einst bedeutendsten deutschen Kupferbergbau
Unternehmens in Regie des Kultur- und Schulamtes des Kreises Mansfeld
Südharz aufbewahrt.
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Der zwischen 1570 und 1590 entstandene Wappensaal
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Die wissenschaftliche
Bibliothek wurde 1861 von der Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft
gegründet und später von der Mansfeld AG und dem Mansfeld Kombinat
fortgeführt. Seit 1901 ist sie im heutigen Bibliotheksgebäude auf dem
Innenhof des Grundstückes Markt 57 untergebracht.
Sie umfasst etwa 40.000
Bücher, Zeitschriften und Karten zu allen Bereichen des Bergbau- und
Hüttenwesens, der Geologie und Mineralogie, sowie der Metallverarbeitung
und des Maschinenbaus. Hinzu kommen rund 3.000 Bände
Belletristik.
Den wertvollsten
Teilbestand bilden ca. 500 Bücher aus dem Nachlass des Bergrats und
Bergschullehrers Karl Friedrich Ludwig Plümicke (1791-1866), der vor allem
Schriften zur Alchemie, zu Bergbau und Hüttenwesen und zur Geschichte der
Grafschaft Mansfeld gesammelt hatte.
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Blick in das Magazin der
Bibliothek |
| Das Archiv des Mansfeld Kombinats
gibt mit seinen rund 600 lfd. m Akten
Einblick in die Entwicklung und in die Geschäftstätigkeit des
bedeutendsten deutschen Kupferbergbau-Unter nehmens.
Es entstand 1852
und wurde bis zur Einstellung des Bergbaus im Mansfelder Land
geführt.
Nahezu lückenlos sind die Bestände
für die Zeit nach 1945 überliefert. Zum Teil reichen die Akten aber bis
zum Zusammenschluss von fünf Mansfelder Berg - Gewerkschaften zur
Mansfeldschen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft im Jahre 1852
zurück. Zusammen mit den Aktenbeständen im Landeshauptarchiv Magdeburg
sind die in Eisleben verwahrten Akten eine unersetzliche Quelle für die
Erforschung des Mansfelder Bergbaus und Hüttenwesens.
Ergänzt wird der Archivbestand
im Stadtschloss Eisleben durch eine Fotosammlung, die rund 100 000
Aufnahmen umfasst und bis in die 80-er Jahre des 19. Jahrhunderts
zurückreicht. Hinzu kommt eine kleine Sammlung von Spiel- und
Werbefilmen, die im Auftrage des Mansfeld Kombinats seit den 50-er
Jahren entstanden sind.
Die Archivbestände sind öffentlich
zugänglich und können nach vorheriger Absprache eingesehen
werden. |

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Johann Albert Bierings Beschreibung
des
Mansfelder Bergbaus aus dem Jahre
1734 |
Die Kunstsammlung des ehemaligen Mansfeld Kombinats
umfasst rund 400 Gemälde und Grafiken, die sämtlich nach 1945 und häufig
im Auftrag oder auf Anregung des Unternehmens entstanden sind. Die in der
Sammlung vertretenen Künstler aus den damals sozialistischen Ländern
wandten sich vorzugsweise Themen aus der Arbeitswelt der Berg- und
Hüttenleute und den durchaus vorhandenen Reizen einer Industrielandschaft
zu. Abgesehen vom hohen künstlerischen Wert der Sammlung sind nicht
wenige Arbeiten zugleich Zeitdokumente, da manche der abgebildeten
Schacht- und Hüttenanlagen nach 1989/1990 abgebrochen worden. Nicht
zuletzt vermitteln die Kunstwerke einen Einblick in die Rolle eines
sozialistischen Grossbetriebes als Förderer von Kunst und
Kultur.
Die Gesteins- und
Mineralien- sammlung, die u.a. Rückenerze, Gipse und Abdrücke von
Fossilien umfasst, gehört zu den Neuerwerbungen des Stadtschlosses.
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Jahn Konrad Choroszucha -Eisleben
1983
Atanas Jekow - Mansfelder
Landschaft (Polleben und Umgebung),
1977
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Wegbeschreibung |
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Stadtschloss
Eisleben
Markt 58 06295
Lutherstadt Eisleben
Telefon: 03 475 / 25 04
93
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